Montag, 18. Januar 2010
Nur die Harten kommen in den Garten!
Heute war mein freier Tag, den ich notgedrungen in der Stadt verbringen musste. Unvermeidliche Erledigungen. Zu meiner Belustigung hatte ich dann vor einem Sexshop einer Déjà-vu ganz besonderen Art. Damals als 18 jähriger hatte einer meiner besten Freunde die Idee einmal einen Sexshop von innen zu sehen. Ich war so doof und machte mit. Heute kann ich nur drüber lachen. Also mit aufgestellten Kragen und in einer eile huschten wir durch einen roten Vorhang. Noch auffälliger und peinlicher konnten wir uns nicht verhalten. So groß die Vorfreude und Nervosität bei uns war, verflog sie gleich auch wieder. Es sah alles ganz normal aus. Keine nackten Frauen die dich aus jedem Winkel des Ladens anspringen. Im Gegenteil, es waren einfache Regale zu sehen, ja wie in jedem anderen Supermarkt auch. Einzig und allein die Ware war anders.
Wir schlenderten durch jeden einzelnen Gang, von Spielzeug zu Spielzeug, verschiedene Kostüme für diverse Rollenspiele, bis hin zu einer Pornosammlung von der jeder Jugendliche nur träumen konnte. Nein, nicht einmal zu träumen wagten. Ich bekam damals schon vom angucken der DVD- Cover einen Harten und wäre ich noch länger in der Ecke geblieben, ich wäre einfach nur ausgelaufen.
Natürlich wollten wir nicht ohne andenken hinaus gehen, schließlich wollten wir doch beweisen wo wir waren. Da wir beide uns nicht trauten irgendwelches Spielzeug mit zunehmen, einigten wir uns darauf einen Kondomvorrat anzuschaffen. Wir gingen in Richtung Kondomregal der sich, wie sich gleich rausstellen sollte, bei den Dildos und Vibratoren befand.
Angekommen am Regal suchten wir uns die Packung aus die in unserem Preisrahmen war. Max bückte sich, da im Regal vor uns die Kondome auf den zwei unteren Fächern zu finden waren und die Vibratoren mit Dildos in den beiden oberen. Ich wollte mich gerade zu ihm auf seine Höhe bücken, aber blickte vorher noch für wenige Sekunden nach rechts und sah sie.
Langes blondes Haar, offen leicht lockig. Ein schwarzes Shirt, das denen der Hooters Bedienungen glich. Brüste wie zwei Ballons und zuletzt eine rote Hotpants. Dieser Anblick zog mir die Schuhe aus. Ich war so mit meinem Blick auf sie fixiert, dass ich nicht merkte wie ich nebenbei nach einem Dildo griff.
Ich konnte einfach nicht mehr wegschauen, was sie jedoch bemerkte und schnurstracks auf uns zulief. Erst jetzt wurde mir klar dass sie hier arbeitete.
>> Ich wusste gar nicht das Kundschaft hier ist, hab euch einfach nicht reinkommen sehn, sorry.<<
>> Hää…<<
>> Ihr kommt zurecht?<<
Max merkte meine Nervosität und versuchte mich zu retten.
>> Ja klar. Im Moment brauchen wir keine Hilfe aber Danke.<<
>> Ist der für deine Freundin?<<
Im ersten Moment wusste ich nicht was sie meinte und antworte einfach spontan aus dem Bauch heraus.
>> Ich habe keine Freundin.<<
>> Dann wünsch ich euch beiden viel Spaß damit. Ich sehe auch bei euch gilt auch die Sicherheit, ein echtes Vorbildspaar.<<
Mir schoss das Blut, dass sich vorher eher in der unteren Region befand, in den Kopf. Mehr und mehr fing es an zu pochen und ich wurde immer roter im Gesicht. Es war schlichtweg einfach nur peinlich. Ohne irgendein weiteres Wort verlies ich den Shop und kam nie wieder zurück.
Heute kann ich nur darüber lachen. Aber mein Teenager leben war voller Überraschungen.

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Dienstag, 5. Januar 2010
Sekundenkleber an die Macht!
Ich habe wohl den langweiligsten Job den es nur geben kann, Büroarbeit bei einer Versicherung. Zu verdanken habe ich das meiner Mutter.
>> Junge, aus dir soll etwas Ordentliches werden. <<
Ich war nun einmal so doof und erfüllte ihr diesen Wunsch, denn ich jetzt allerdings bitter böse bereue. Aber was tut man nicht alles um weiter im Hotel Mama zu wohnen. Schließlich hieß es 3 weitere Jahre Kost und Logie frei.
Jeder Idiot da draußen denkt dank Stromberg dass es in jeder Versicherung gleich aussieht. Es gibt einen durch geknallten Chef und mehr Chaos als Ordnung. Nichts dergleichen, alles nur eine Lüge!
Es ist pure Langweile, ja um nicht zu übertreiben langweiliger als Golf, warten auf die Frau, die mal wieder ne Stunde zu spät kommt, und ( Achtung jetzt folgt pure Ironie! ) das Sexleben des Tiger Wood zusammen.
Einfach nur Akten hin und her schieben ist hier der Sinn der Arbeit. Positiv ist allein die Bezahlung.
Und die Ideen die mir bei Langweile kommen und meistens im kranken enden. Wie auch gestern mal wieder ein perfektes Beispiel meinerseits geschaffen wurde. Resultat, ein Großeinsatz der Rettungskräfte, eine Entlassung und ein Mitarbeiter auf der Intensivstation.
Keine Angst, mir geht es gut und ich arbeite noch in diesem Saftladen hier. Aber dem unbeliebtesten Mitarbeiter schmierte ich, kurz bevor dessen Toilettengang, Sekundenkleber auf die dazugehörige Klobrille. Zuvor gabs noch Abführmittel in den Kaffee, nicht das es den falschen trifft. Jeder kann sich denken wie die Geschichte ausgegangen ist.
Er blieb kleben, der Rettungsdienst musste kommen, die gesamte Firma und der Rettungsdienst lachten sich halb tot und Stefan, so der Name des Auserwählten, wurde ins Krankenhaus gebracht.
Gefeuert wurde übrigens Günther. Das ist der zweit unbeliebteste hier und dem jubelte ich nach meiner glorreichen Tat die Sekundenkleberverpackungen in seiner Schreibtischschublade unter.
Bleibt nur noch die Frage wie Stefan vom > stillen Örtchen < wieder runter kam. Sie mussten das Klo mit abmontieren und im Krankenhaus kam > spezielles Werkzeug < zum Einsatz. Was auch immer das zu bedeuten hat.

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Donnerstag, 31. Dezember 2009
Es ist Weihnachten...
Es ist Weihnachten. Das besondere dieses Jahr, die beiden Feiertage fallen auf einen Freitag und Samstag. Sprich ein verlängertes Wochenende. Ich hasse ja schon die Adventszeit und das sich änderte Bewusstsein vieler Menschenmassen.
Alle strömen Tag täglich in die Geschäfte und kaufen alles Mögliche, ob nützlich oder nicht sei mal dahin gestellt. Verstopfte Straßen wo man Hinblick, ich hasse es einfach. Aber zum Weihnachtsshoppen kommen dieses Jahr die Hamstereinkäufe hinzu. Ich habe es verpennt und bereue es nun bitter böse. Aus dem Radio kommt nun passend zu Thema der Moderator mit folgender Frage.
>> Haben sie etwas vergessen zu kaufen? Schließlich ist ja langes Wochenende.<<
Ja ich habe vergessen.
>> Ich zum Beispiel habe keine Zahnpasta mehr zu Hause und wenn ich ehrlich bin, habe ich heute auch keine Zähne geputzt.<<
Diese Info konnte er sich sparen. Ich hingegen habe kein Toilettenpapier, sitze aber auf dem Klo und entleere meinen Darm.
>> Rufen sie uns an und wir schauen was wir für sie tun können. Vielleicht findet sich ein netter Spender für Sie.<<
Ich werde nicht anrufen. Zum einen komme ich nicht von diesem Klo runter. Zum anderen ist diese Geschichte peinlich genug. Ich will schon meine geliebte Klolektüre opfern doch sehe im letzten Moment die Tempos rumliegen. Das diese wiederum das Klo verstopfen freut meinen Pömpel. Was bleibt ist die Arbeit für mich und folgende Erkenntnis.
Ich sollte das Einkaufen nicht vernachlässigen.
Meine Nachbarin frau R. kann mir übrigens Weihnachten dieses Jahr nicht versauen. Sie ist mit ihrem geliebten > Dännnieie!< auf Besuch bei Verwandten.
Sagte ich schon das ich Weihnachten doch irgendwie lieb habe?

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Die Dreckstöle Dännnieie!
Ich habe eine Nachbarin. Und sie eine Dreckstöle. Klingt im ersten Moment komisch, ist es auch! Nicht das es mich stören würde wenn jemand einen Hund besitzt. Schließlich habe ich ja auch meinen kleinen Einstein. Aber diese Kombination zweier Geschöpfe sollte jedem bizarr vorkommen.
>> Dany, Dany << rufts täglich aus dem Haus. Das der Köter altersbedingt schon taub ist wird jedoch Tag für Tag ignoriert.
Frau R. besitzt des Weiteren noch ein Hobby, Schlagermusik. Beides zusammen kombiniert ist einfach nur die Hölle. Nicht das mir nur die Arbeit zusetzt, nein nach Feierabend beglückt mich Tag täglich Hansi Hinterseer mit gewaltiger Stimme ferner Welten. Racheakte, sprich Einstein scheißt ihr vor die Tür werden nicht einmal registriert. Doch hört es nach gefühlten 10 Stunden auf mit den Grüßen aus den Alpen, meldet sich Töle Dany zu Wort. Wie eben schon erwähnt ist dieser taub und bellt die ganze Welt in einem Ohren betäubenden Laut zusammen. Was bleibt bin ich. Genervt, Hunde müde und zu jeder Schandtat bereit. Doch was soll ich machen?
Ich werde weiter täglich beobachten wie frau R. auf die Sekunde genau mit baldigem Wurmfutter vor meinem Fenster, im gemäßigten Tempo, vorbei schreiten wird. Ich werde weiter täglich bombardiert mit einem blonden, in die Jahre gekommenen und untalentierten Rentner Befriediger und Dieter Bohlen Verschnitt. Was bleibt ist ein beruhigender Gedanke. Irgendwann, und das in nicht sehr ferner Zeit, wird das Zeitliche frau R. segnen. Und dann werde ich tanzend auf ihrem Grab zu sehen sein. Im Hintergrund ist Rammstein zu hören und ich brülle gen Himmel >> Das ist wahre Heimatmusik.<<
Gott, auf welch kranke Ideen man kommt wenn Hansi Hinterseer schon über 3 Stunden zu hören ist.

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Supermärkte und Straßen frei von Gammelfleisch!
Rentner dieser Welt geht sterben. Wie Babys saugt ihr an meiner Geldtitte und macht mir dann noch das Leben zur Hölle. Wieso gerate ich immer wieder an Kassen dieses Landes mit Menschen die stark in die Jahre gekommen sind?
Nicht das es mich stören würde wenn es einmal in geordneten Bahnen und angemessenem Tempo von statten geht. Nein, immer wieder erlebe ich rosinenähnliche Gestalten die gefühlte Jahrzehnte Kleingeld zählen.
Erst letzte Woche, natürlich in Eile, zählt alt Vater in münzen 15 Euro ab. Hallo! Gott und Vaterstadt gaben einem die Macht der Scheine.
Ich stehe also die halbe Stunde dick eingepackt in Winterklamotten bei 35 Grad Umgebungstemperatur und ernte als Dank noch die Gase des Altersheimessen von vor 3 Tage. Klar, denn stressresistent sind Rentner nicht. Da lässt man halt mal gerne einen fahren und verpestet die Luft der Mitmenschen.
Mein Appell an euch, sucht euch ein Hobby das hinter Schloss und Riegel stattfindet und ihr in Ruhe dahin vegetieren könnt. Aber bitte bitte bitte verstopft jetzt nicht unsere so geliebten Straßen. Es reicht mir schon dass ich jeden Gott verdammten Tag mit Sonntagsfahrern auf den Weg ins Büro belästigt werde.
Ich finde es nicht lustig, mein Chef findet es nicht lustig und mein Geldbeutel schon gar nicht! Also, Supermärkte und Straßen frei von Gammelfleisch!

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M.J. ist tot!
M.J. ist tot. Nicht dass ich es erst heute bemerkt habe und keine Trauer an den Tag lege. Nein, ich wunder mich nur mit welcher Beharrlichkeit J.J. jetzt versucht Aufmerksamkeit zu gewinnen. Erst letzte Woche lispelt mir Tante Burkard entgegen dem die Jackson 5 ein Comeback starten. Der Höhepunkt eines sehr bizarren Jahres. Ein geldgeiler Vater, der noch unsympathischer als Stromberg oder Hans- Martin aus Schlag den Raab agiert und sich in der Beliebtheitsskala mit Désirée Nick einen der letzten Plätze teilt, scheint seine Hände wieder im Spiel zu haben.
Verklagt den eigenen Sohn auf Unterhalt, da er im Testament nicht einmal den kleinsten Furz erbt. Da fällt einem einfach nur das Wort erbärmlich ein. Zuletzt gab es ja einen sehr, wie soll ich sagen, denkwürdigen Auftritt in einer deutschen Schule, eines vom Jetlag geplagten Säufers. Nicht zu vergessen das kräftige werben für irgendwelche Pillen. Danach ging es noch schön zu Kerner etwas Trauer zeigen.
Ich bin gespannt was die nächsten Wochen und Monate noch so passieren wird.
M.J. wird sich wohl noch öfters im Grab umdrehen und der gesprochen Satz >Er ist tot mehr wert, als lebendig< wieder einmal traurig bewahrheiten. Ja Geld regiert die Welt und mach Familie treibt es in den Wahnsinn.

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